Die Neu-Holland-Insel (Новая Голландия) ist die einzige künstliche Insel Sankt Petersburgs und vielleicht der originellste Winkel des Zentrums: eine ehemalige geheime Werft aus der Zeit Peters des Großen, die heute zu einem offenen Kulturpark umgebaut wurde. Sie liegt direkt am Mariinski-Theater und am Jussupow-Palast, der Eintritt ist frei, und die Insel ist zu einem der Lieblingsplätze der Petersburger geworden. In diesem Guide erzähle ich dir, was es zu sehen gibt, was du dort machen kannst, wie du hinkommst und wann du am besten gehst, um die Insel richtig zu genießen.

Was ist die Neu-Holland-Insel und warum solltest du hingehen
Neu-Holland ist eine dreieckige Insel von etwa 8 Hektar, umgeben von der Mojka und den Kanälen der Admiralität und Krjukow. Sie wurde von Peter dem Großen 1719 als Lager für Schiffsholz und ersten Militärhafen Russlands angelegt. Fast drei Jahrhunderte lang war sie für die Öffentlichkeit geschlossen, weil sie der Marine gehörte. 2011 öffnete sie zum ersten Mal, und nach einer umfangreichen Sanierung, die 2021 abgeschlossen wurde, dient sie heute als städtischer Park und Kulturzentrum.
Wenn du mich fragst, warum du sie in deine Sankt-Petersburg-Route aufnehmen solltest, würde ich dir diese Gründe nennen:
- Freier Eintritt. Du zahlst nur, wenn du einen Kaffee trinken, essen oder eine bestimmte Veranstaltung besuchen möchtest, aber der Park selbst ist kostenlos.
- Sie liegt mitten im Zentrum, 15 Gehminuten vom Jussupow-Palast, vom Mariinski-Theater und von der Isaakskathedrale entfernt.
- Mischung aus Industrie und Moderne: geschmackvoll restaurierte Backsteingebäude aus dem 18. Jahrhundert, Gärten im holländischen Stil und zeitgenössische Architektur.
- Hier pulsiert echtes Leben. Das ist kein eingefrorenes Museum: Du siehst Familien im Gras, Leute, die Pétanque spielen, Open-Air-Konzerte, Foodtrucks und Buchhandlungen.
- Im Winter verwandelt sie sich in eine 2.000 m² große Eisbahn mit Weihnachtsmarkt — sie lohnt sich also zu jeder Jahreszeit.
Sie ist einer dieser Orte, die nicht in den klassischen Sankt-Petersburg-Routen auftauchen — und gerade deshalb bekommst du dort ein authentischeres Bild davon, wie die Petersburger nach Feierabend wirklich leben.
Kurze Geschichte: von der geheimen Werft zum Kulturpark
Der Name ist kein Zufall. Peter der Große war ein bekennender Holland-Fan: Er hatte inkognito als Zimmermannslehrling in den Werften von Zaandam gearbeitet und wollte das holländische Modell der Holzlagerung für den Schiffbau kopieren. Als deshalb 1719 die Kanäle Krjukow und Admiralität ausgehoben wurden und diese künstliche dreieckige Insel entstand, taufte er sie auf den Namen seines geliebten Hollands. Manche Historiker behaupten sogar, dass der ursprüngliche Name das gesamte Gebiet rund um die Admiralität bis zum Finnischen Meerbusen umfasste.
Bis Ende des 18. Jahrhunderts diente sie als Lager für Stämme zum Schiffbau: Die Lagerhäuser waren mit einem vertikalen System konzipiert, das das Holz schneller trocknen ließ. Im 19. Jahrhundert veränderte sich die Insel radikal:
- 1828–1830: Der Architekt Alexander Schtaubert errichtete das berühmte kreisrunde Gefängnis, das die Petersburger „Die Flasche“ (Бутылка) tauften. Daher stammt die russische Redewendung „Lass dich nicht in die Flasche locken“ („не лезь в бутылку“), die bis heute verwendet wird.
- 1893: Hier wurden ein Marinelabor und das erste Schiffsmodellprüfbecken Russlands eingerichtet, in dem der Mathematiker Alexei Krylow arbeitete und 1900 das erste russische U-Boot getestet wurde.
- 1915: Die leistungsstärkste Marine-Funkstation des Landes wurde installiert. Von hier aus verkündeten die Bolschewiki im November 1917 der Welt die Machtübernahme während der Oktoberrevolution.
- Zweiter Weltkrieg: Die Insel wurde durch die Bombardierungen während der Belagerung Leningrads schwer beschädigt.
- Sowjetzeit: für die Öffentlichkeit gesperrte Zone, die als Lager der Ostseeflotte genutzt wurde.
- 2004: Ein Brand zerstörte einen Teil der historischen Bauten und stieß damit das Sanierungsprojekt an.
- 2011: erste teilweise Öffnung für die Öffentlichkeit.
- 2016–2021: umfassende Sanierung unter Leitung des Büros West 8 (Adriaan Geuze) und finanziert vom Milliardär Roman Abramowitsch über die Iris-Stiftung.
Heute ist die Insel als nationales historisches Denkmal eingestuft und als Teil des historischen Zentrums von Sankt Petersburg von der UNESCO geschützt. Sie ist eines der wenigen Beispiele in Europa für eine Stadtsanierung, die das Erbe des 18. Jahrhunderts mit einem ernstzunehmenden zeitgenössischen Kulturprogramm verbindet.
Wo sie liegt und wie du hinkommst
Die offizielle Adresse lautet Naberezhnaya Admiralteyskogo Kanala, 2 (Набережная Адмиралтейского канала, 2), 190121, Sankt Petersburg. Sie liegt direkt westlich des historischen Zentrums, zwischen der Mojka und den Kanälen, die sie umgeben. Du hast mehrere Möglichkeiten, sie zu erreichen:
Mit der Metro
Es gibt keine Metrostation direkt an der Insel. Die nächstgelegenen Haltestellen sind:
- Admiralteyskaya (Linie 5, lila): die nächste, 1,9 km entfernt. Etwa 25 Minuten zu Fuß quer durchs historische Zentrum.
- Wassileostrowskaja (Linie 3, grün): 2 km, mit Überquerung der Blagoweschtschenski-Brücke von der Wassilij-Insel aus.
- Sennaya Ploschtschad / Sadowaja / Spasskaja (Knotenpunkt der Linien 2, 4 und 5): 2,4 km, etwa 30 Minuten.
- Newski Prospekt (Linie 2): 2,7 km. Wenn du vom Newski kommst, führt dich der Spaziergang über den Schlossplatz und die Admiralität.
Mit dem Bus oder Obus
Die wichtigste Haltestelle heißt „Ploschtschad Truda“ (Площадь Труда, „Platz der Arbeit“) und liegt 200 Meter vom Haupteingang der Insel entfernt. Hier halten folgende Linien:
- Busse: 2, 3, 6, 22, 27, 70, 71, 100 und 262.
- Obusse: 5, 12 und 22.
Für den öffentlichen Nahverkehr in Sankt Petersburg ist die Podorozhnik-Karte die praktischste Lösung, denn sie verbilligt den Fahrpreis deutlich.
Mit dem Schiff über die Kanäle
Eine Variante, die mir besonders gefällt: Viele Bootstouren durch die Flüsse und Kanäle Sankt Petersburgs fahren auf ihrer Route am eindrucksvollen Bogen von Neu-Holland vorbei. Vom Wasser aus betrachtet ergibt sich genau die Perspektive, für die der Bogen ursprünglich konzipiert wurde. Manche Schiffe haben sogar eine Anlegestelle in der Nähe, am Admiralitätskai.
Zu Fuß vom Zentrum
Meine Empfehlung: Geh zu Fuß. Vom Schlossplatz sind es etwa 20 Minuten entlang der Admiralität und der Isaakskathedrale. Vom Mariinski-Theater sind es nur 7 Minuten. Und vom Jussupow-Palast 10 Minuten. Der Spaziergang ist schön und du sparst dir die Mühe mit der Metro.
Karte von Neu-Holland
Die Gebäude und Ecken, die du sehen solltest
Die Insel ist klein: Du kannst sie in eineinhalb bis zwei Stunden bequem im Schlendertempo erkunden. Das sind die Punkte, die ich auf keinen Fall auslassen würde:
Der Bogen von Neu-Holland
Er ist das ikonische Bild der Insel: ein monumentaler, 23 Meter hoher Bogen über der Mojka aus Granit und rotem Backstein, errichtet zwischen 1765 und 1780 vom französischen Architekten Vallin de la Mothe, der auch die Kleine Eremitage entworfen hat. Es handelt sich nicht um ein dekoratives Bauwerk: Der Bogen wurde errichtet, um die Lagerhäuser an beiden Seiten des inneren Kanals zu verbinden und dem Druck des Wassers und der gelagerten Stämme standzuhalten.
Wenn du einen Moment am Mojka-Ufer stehen bleibst, bevor du die Insel betrittst, wirst du sehen, dass der Kontrast zwischen den klassizistischen Details und dem rohen Industrieklinker eine architektonische Besonderheit in Sankt Petersburg darstellt. Es ist einer der fotogensten Winkel und steckt — so heißt es — voller urbaner Legenden: von mystischen Portalen bis zu Geistern verstorbener Seeleute.
Die Flasche (Бутылка): das kreisrunde Gefängnis
Das kurioseste Gebäude der Insel. Es ist ein dreistöckiger Ring mit kreisrundem Innenhof, 1830 von Schtaubert als Marinegefängnis errichtet. Im Erdgeschoss befanden sich Verwaltungsdienste; in den beiden Obergeschossen die Zellen. Das Gefängnis war für seinen sehr harten Vollzug berüchtigt: Die Häftlinge arbeiteten tagsüber und schliefen nachts in Einzelzellen, die so klein waren, dass man dort nur sitzen oder liegen konnte.
Heute ist sie ein sehr lebhaftes gastronomisches und kommerzielles Zentrum. Ich würde es so einplanen:
- Erdgeschoss: Restaurants und Cafés für jedes Budget, von italienischer Pizzeria über asiatische Küche und Dim Sum bis zu Weinbars.
- Erste Etage: Boutiquen unabhängiger russischer Designer, Kunstbuchhandlungen, ökologisches Spielzeug, Wohndeko.
- Zweite Etage: Gesundheit und Sport. Es gibt ein Yogastudio, einen Saal für zeitgenössischen Tanz, Indoor-Cycling und ein Fitnessstudio.
- Kreisrunder Innenhof: verwandelt sich im Sommer in einen riesigen Raum mit Liegestühlen, Konzerten und Märkten.
Das Programm der einzelnen Lokale wird auf der Website bottlehouse.ru aktualisiert. Die Flasche öffnet von 8 Uhr morgens bis 23 Uhr oder Mitternacht, je nach Tag. Ein guter Ort zum Frühstücken, bevor du deinen Sightseeing-Tag beginnst.
Das Kommandantenhaus (Дом коменданта)
Das jüngste historische Gebäude der Insel, errichtet in den 1830er Jahren als Residenz des Gefängniskommandanten und seiner Familie. 1877 wurde ein drittes Stockwerk hinzugefügt, und 2013 wurde es komplett restauriert. Heute beherbergt es „Moja Schkola“ (Meine Schule), ein kostenloses Bildungsprojekt für Kinder von 3 bis 15 Jahren mit Workshops in Kunst, Wissenschaft und Design. In den Ferien dient es auch als städtisches Ferienlager. Es ist normalerweise nicht für den allgemeinen Besucher geöffnet, aber die restaurierte pastellgelbe Fassade ist wunderschön.
Die Schmiede (Кузня)
Sie wurde auf Befehl Peters des Großen als Werkstatt zum Schmieden von Werkzeugen und zur Reparatur von Marinewaffen errichtet. Heute ist sie in drei Bereiche unterteilt: eine Bühne mit Sitzplätzen, eine Bar mit Tanzsaal, die am Wochenende als Diskothek fungiert, und eine Küche, in der öffentliche Kochkurse stattfinden. Im Sommer kannst du dich auf die Terrasse mit Blick auf den Kräutergarten setzen.
Das Haus 12 (Дом 12) und der Raum „Comunidad“
Hier befand sich einst eine militärische Näherei, die auf Marinemützen spezialisiert war (Matrosen konnten eine „Leningrader“ Mütze kilometerweit erkennen). Jetzt beherbergt es:
- Сообщество („Gemeinschaft“): ein hybrider Kulturraum mit Kinderbibliothek, Spielothek, Lesesaal, Tischtennisplatten, Schach und Vorträgen. Eintritt: 300 ₽ für Erwachsene, frei für Kinder unter 14 Jahren, Rentner, Menschen mit Behinderung und kinderreiche Familien. Geöffnet von Montag bis Sonntag, 12 bis 21 Uhr.
- Restaurant und Fahrradsalon an der Ecke.
- Kino und Workshops mit wechselndem Programm.
Der Kräutergarten (Травяной сад)
Vom Landschaftsstudio „Moh“ als Hommage an den Niederländer Piet Oudolf entworfen, den Vater des naturalistischen Gartens. Die Grundlage der Komposition bilden Salbeiarten, Gräser und Stauden, die je nach Jahreszeit ihr Aussehen völlig verändern: Im April und Mai dominieren Krokusse, Primeln und Tulpen; ab Juni kommen die Wildwiesenblumen; im Oktober wird das Ganze golden und bronzefarben.
Der ursprüngliche Name war „Aptekarski ogorod“ (Apothekergarten), denn Peter der Große hatte ihn seinerzeit als Garten für Heilpflanzen angelegt, um die Insel zu versorgen. Die Idee, die pflanzliche Funktion des Ortes wiederzubeleben, ist einer der gelungensten Aspekte des aktuellen Projekts.
Der Teich „Kowsch“ und das Solarium
Im Zentrum der Insel befindet sich der „Kowsch“ (Ковш, „die große Kelle“), das ehemalige Schiffsmodellprüfbecken vom Ende des 19. Jahrhunderts, in dem das erste russische U-Boot getestet wurde. Heute ist es ein rechteckiger Teich, umgeben von Rasen und gesäumt von einem Steg mit Liegestühlen und Sonnenschirmen. An sonnigen Sommertagen wird er zum belebtesten Bereich der Insel. Achtung: Baden ist nicht erlaubt. Du kannst nur in der Sonne liegen und die Füße ins Wasser halten.
Der Spielplatz „Fregat“
Dieser Hauptkinderspielplatz bildet im Originalmaßstab das Skelett einer Kriegsfregatte aus dem 18. Jahrhundert nach, mit Rutschen, Seilen, Leitern, Labyrinthen, Holzrudern und Teleskopen. Die Idee ist, dass sich die Kinder wie Matrosen aus der Zeit Peters des Großen fühlen. Er richtet sich an Kinder zwischen 6 und 14 Jahren. Daneben gibt es einen weiteren Spielplatz für die Kleinsten mit Sandkasten und Schaukeln sowie einen Ruhebereich mit Bänken für die Eltern.
Der Pavillon und die Bühne
Ein leichter Bau aus dunklem Holz in der Nähe des Kowsch, in dem zwischen Mai und Oktober kostenlose Vorlesungen und Vorträge stattfinden. Die Themen reichen von Kunstgeschichte und Architektur über Philosophie bis zu Grafikdesign und Musik. Die nahegelegene Open-Air-Bühne beherbergt Jazz-, Blues- und Klassikkonzerte sowie Kinovorführungen bei Sonnenuntergang (ebenfalls kostenlos). Es lohnt sich, vorher das offizielle Programm zu prüfen.
Was du auf der Neu-Holland-Insel machen kannst
Neben Spazierengehen, im Gras sitzen mit einem Buch oder einen Kaffee trinken gibt es auf der Insel eine Menge kleiner Aktivitäten, die sie zu einem echten Stadtpark machen. Die beliebtesten:
- Pétanque: Es gibt zwei Bahnen, die diesem französischen Klassiker gewidmet sind. Du kannst eigene Kugeln mitbringen oder sie im Infocenter ausleihen.
- Streetball (Straßenbasketball): ein einzelner Korb, aber der Belag ist ein Kunstwerk des russischen zeitgenössischen Künstlers Alexei Luka, mit Motiven aus Granit der Newa-Kais, „Metlach“-Mosaiken und Parkettstücken aus Kommunalwohnungen. Eine sehr Petersburger kulturelle Mischung.
- Riesenschach: Im Hof gibt es ein Outdoor-Schachbrett mit fast mannshohen Figuren. Zum Spielen oder vor allem für lustige Fotos.
- Tischtennis: Außentische sind über den ganzen Park verteilt, und ein weiterer befindet sich überdacht im Raum „Comunidad“. Die Schläger werden im Infocenter ausgeliehen.
- Offizieller Audioguide: Wenn du eine geführte Tour auf eigene Faust möchtest, verkauft das Infocenter einen Audioguide zur Geschichte des Ortes. Verfügbar auf Russisch und Englisch.
- Konzerte und Freiluftkino: Das Programm ist gut und meist kostenlos, vor allem während der Weißen Nächte.
- Souvenirs kaufen: Im Infocenter und im Onlineshop shop.newhollandsp.com werden Produkte mit der grafischen Identität des Ortes verkauft (T-Shirts, Postkarten, Bücher, Papeterie). Das sind mit die schönsten Souvenirs der Stadt, wenn du den Standard-Matrjoschkas entkommen möchtest.
Neu-Holland im Winter: die Eisbahn
Wenn du zwischen Dezember und März nach Sankt Petersburg kommst, verändert sich die Insel komplett. Auf der zentralen Rasenfläche wird vor der Open-Air-Bühne eine Eislaufbahn von etwa 2.000 m² errichtet. Es ist eine der schönsten städtischen Eisbahnen Russlands: mit historischen Gebäuden im Hintergrund, durchdachter Beleuchtung und Musik.
Wie es funktioniert:
- Einstündige Sessions, Karten online und an der Kasse erhältlich.
- Schlittschuh- und Helmverleih verfügbar (extra zu bezahlen).
- Warmer Bereich zum Umziehen und Gepäckaufbewahrung.
- Sonderveranstaltungen: Disco-Eislaufen am Freitagabend, Hockey-Unterricht, thematische Sessions.
Mitte Dezember wird außerdem der Weihnachtsmarkt aufgebaut, mit Ständen russischer Produzenten, Workshops, einem Musikprogramm und einem Christbaummarkt. Er läuft in der Regel bis Ende der Festtage (etwa bis zum 10. Januar, nach dem orthodoxen Weihnachtsfest). Es ist einer der stimmungsvollsten Pläne, die du in Sankt Petersburg mitten im Winter machen kannst.
Öffnungszeiten, Preise und praktische Regeln
Öffnungszeiten
- Park: Montag bis Donnerstag 9:00 bis 22:00. Freitag bis Sonntag 9:00 bis 23:00. Der Einlass schließt eine halbe Stunde vorher.
- Infocenter: Montag bis Donnerstag 11:00 bis 22:00; Freitag bis Sonntag 11:00 bis 23:00.
- Die Flasche: Montag bis Donnerstag 8:00 bis 23:00; Freitag bis Sonntag 8:00 bis 00:00.
- Kein wöchentlicher Ruhetag: Die Insel ist an allen Tagen des Jahres geöffnet.
Preis
Der Eintritt in den Park ist kostenlos. Du zahlst nur, wenn du den Raum „Comunidad“ im Haus 12 betrittst (300 ₽), wenn du im Winter auf der Eisbahn läufst, wenn du dich zu einem bestimmten Kurs anmeldest (Yoga, Kochen, Kinderworkshop) oder wenn du in den Cafés und Restaurants konsumierst.
Regeln, die du kennen solltest
Die Insel hat eine ziemlich klare Hausordnung, an die sich die Petersburger penibel halten:
- Alkohol von außen ist verboten, ebenso wie Glasflaschen. Du darfst nur das konsumieren, was die Lokale auf dem Gelände verkaufen.
- Grills, Barbecues und jede Art von Feuer sind verboten: Du darfst kaltes Picknick machen, kein warmes.
- Kinder unter 14 Jahren müssen von einem Erwachsenen begleitet werden.
- Hunde und Katzen sind nicht erlaubt, mit Ausnahme von Blindenführhunden mit entsprechendem Nachweis.
- Fahrräder, Roller, Gyroscooter: Am Eingang gibt es einen Abstellplatz; innerhalb des Parks geht es nur zu Fuß. Ausnahme: Kinder unter 6 Jahren unter Aufsicht.
- Rauchen (einschließlich Dampfen und IQOS/Glo) nur in ausgewiesenen Bereichen.
- Professionelle oder kommerzielle Fotografie: benötigt vorherige Genehmigung der Verwaltung. Fotos für den privaten Gebrauch sind ohne Einschränkungen erlaubt.
An sonnigen Tagen (vor allem im Mai, Juli und August) kann es am Eingang Warteschlangen geben, weil die Besucherzahl begrenzt wird. Wenn du das vermeiden möchtest, gehst du am besten unter der Woche oder gleich morgens.
Im November oder Anfang Dezember dagegen sind die Gärten welk und die Temperaturen schon zu kalt, um die frische Luft wirklich zu genießen. Trotzdem bleiben die Gebäude der Insel geöffnet und es findet fast immer ein Konzert im Inneren statt.
Was die Besucher sagen
Was am meisten gefällt
- Die moderne, europäische Atmosphäre: Viele Reisende sagen, „es wirkt nicht wie Sankt Petersburg“ — im positiven Sinne — und vergleichen es mit Plätzen in Berlin oder Amsterdam.
- Der Kontrast zum übrigen Zentrum: Nach Barockpalästen und Kathedralen ist es eine willkommene Abwechslung, einen zeitgenössischen, offenen und entspannten Ort zu finden.
- Die Gastronomie in der Flasche: Die Cafés und Restaurants liegen auf dem Niveau jeder europäischen Hauptstadt, allerdings zu vernünftigeren Preisen.
- Ideal mit Kindern: Der Spielplatz „Fregat“ gehört zu den bestbewerteten in ganz Russland.
- Die Kostenlosigkeit: Einen halben Tag in einem gepflegten Park mit Veranstaltungen verbringen zu können, ohne etwas zu zahlen, wird gerade von Besuchern besonders geschätzt, die gerade aus der Schlange an der Eremitage kommen.
Was als Negativ erwähnt wird
- Die andauernden Bauarbeiten: Ein Teil des Geländes ist noch in Sanierung und es gibt abgesperrte Bereiche. Das Projekt soll in den kommenden Jahren abgeschlossen werden.
- Nicht alle Gebäude sind zugänglich: Einige Bereiche sind Veranstaltungen vorbehalten und nur von außen zu sehen.
- Warteschlangen im August und an Sommerwochenenden: Die Besucherkapazität ist begrenzt und manchmal muss man 15 bis 20 Minuten warten.
- Es gibt kaum Informationen auf Englisch: Die Beschilderung ist auf Russisch. Wenn du das kyrillische Alphabet nicht beherrschst, solltest du eine übersetzte Karte mitnehmen.
Häufige Fragen zur Neu-Holland-Insel
Was kostet der Eintritt zur Neu-Holland-Insel?
Der Eintritt in den Park ist komplett kostenlos und ganzjährig für alle geöffnet. Du zahlst nur, wenn du den Raum Gemeinschaft im Haus 12 betrittst (300 ₽), wenn du im Winter auf der Eisbahn laufen willst, wenn du dich zu einem bestimmten Kurs anmeldest oder wenn du in den Cafés und Restaurants auf dem Gelände konsumierst.
Wie viel Zeit brauche ich für den Besuch?
Etwa eineinhalb bis zwei Stunden für einen entspannten Spaziergang mit allen wichtigen Gebäuden und dem Garten. Wenn du in der Flasche essen, ein Open-Air-Konzert besuchen oder eine Weile im Gras lesen möchtest, kannst du leicht einen halben Tag verbringen. Im Winter mit einer Eislaufsession rechne mindestens 2 Stunden inklusive Umziehen ein.
Wie sind die Öffnungszeiten der Neu-Holland-Insel?
Der Park ist Montag bis Donnerstag von 9:00 bis 22:00 und Freitag bis Sonntag von 9:00 bis 23:00 geöffnet. Der Einlass schließt eine halbe Stunde vorher. Die Flasche öffnet von 8 Uhr morgens bis 23 Uhr oder Mitternacht. Geöffnet alle Tage des Jahres, ohne wöchentlichen Ruhetag.
Wie komme ich vom Zentrum Sankt Petersburgs hin?
Die beste Option ist meist zu Fuß, wenn du im Zentrum wohnst: 20 Minuten vom Schlossplatz und 10 Minuten vom Jussupow-Palast oder dem Mariinski-Theater. Mit dem öffentlichen Verkehr ist die Bushaltestelle Ploschtschad Truda mit vielen Linien zuständig. Mit der Metro ist Admiralteyskaya die nächste Station, 25 Minuten zu Fuß entfernt.
Kann man auf der Insel essen und trinken?
Ja. Es gibt Cafés, Restaurants, Foodtrucks und Kioske in der Flasche, der Schmiede und an anderen Punkten des Geländes. Du kannst auf dem Rasen ein Picknick mit eigenem Essen machen, aber Alkohol von außen und Glasflaschen sind nicht erlaubt. Auch Grills oder jede Art von Feuer sind nicht gestattet.
Lohnt sich ein Besuch im Winter?
Sehr. Von Dezember bis März wird vor der Hauptbühne eine 2.000 m² große Eisbahn aufgebaut, mit Schlittschuhverleih und einstündigen Sessions. Zusätzlich gibt es einen Weihnachtsmarkt mit Handwerkern, Workshops und Musikprogramm, der in der Regel von Mitte Dezember bis Anfang Januar läuft. Es ist einer der originellsten Winterpläne der Stadt.
Warum heißt sie Neu-Holland?
Den Namen gab ihr Peter der Große, ein großer Verehrer Hollands, wo er in jungen Jahren als Lehrling in den Werften von Zaandam gearbeitet hatte. Die Insel wurde nach dem holländischen System der vertikalen Holzlagerung für Schiffe konzipiert, und die Atmosphäre der Kanäle erinnerte ihn an die Niederlande. Einige Historiker behaupten sogar, dass der Name ursprünglich das gesamte Gebiet der Admiralität umfasste.






