Die Erlöserkirche auf dem Blut ist, zusammen mit der Eremitage, das, was fast jeder mit Sankt Petersburg verbindet: diese fünf bunten Zwiebeltürme, die wie aus einem russischen Märchen wirken. Sie steht genau dort, wo Zar Alexander II. 1881 ermordet wurde, und beherbergt im Inneren über 7.000 m² Mosaiken, eine der größten Sammlungen weltweit. Ich erzähle dir, was du dir anschauen solltest, wie du das Ticket kaufst (die Kassen vor Ort funktionieren einwandfrei und richtig lange Schlangen sind selten) und alles, was du vor deinem Besuch wissen musst.
Das Wichtigste in 30 Sekunden
- Was es ist: eine orthodoxe Gedenkkirche, errichtet am Ort, an dem Zar Alexander II. getötet wurde (auch bekannt als Christi-Auferstehungs-Kirche oder, auf Russisch, Spas na Krowi).
- Wo: Uferpromenade des Gribojedow-Kanals, 2Б, direkt neben dem Newski-Prospekt. 5 Minuten zu Fuß von der Eremitage entfernt.
- Öffnungszeiten: täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr (Kasse bis 17:30). Mittwochs und am 1. Januar geschlossen. Von Mai bis September gibt es ein Abendprogramm bis 21:30 Uhr.
- Preis (2026): 550 Rubel für das normale Ticket (etwa 6 €). Kinder unter 7 Jahren haben freien Eintritt.
- Wie kaufen: die Kasse vor Ort funktioniert problemlos. Außerhalb der Sommermonate gibt es fast nie eine Schlange.
- Besuchsdauer: zwischen 45 Minuten und 1 Stunde, wenn du dir die Mosaiken in Ruhe ansehen willst.
- Offizielle Website: cathedral.ru (Staatliches Museum „Isaakskathedrale“, das auch die Spas na Krowi verwaltet).
Warum diese Kirche in Sankt Petersburg einzigartig ist
Wenn du in Sankt Petersburg vom Newski-Prospekt aus zum Gribojedow-Kanal abbiegst, bleibt dir beim ersten Blick auf diese Kuppeln der Mund offen stehen. Und das aus gutem Grund: der Rest von Sankt Petersburg ist barock und klassizistisch (Eremitage, Isaakskathedrale, Katharinenpalast, Peterhof). Diese Kirche dagegen ist im „neurussischen“ Stil, der stark an die Basilius-Kathedrale in Moskau erinnert. Man könnte meinen, sie hätte die Stadt gewechselt.
Der Grund ist historisch. Am 1. März 1881 (13. März nach gregorianischem Kalender) fuhr Zar Alexander II. in seiner Kutsche entlang der Uferpromenade, als ein Mitglied der terroristischen Organisation Narodnaja Wolja (Volkswille) eine erste Bombe warf. Der Zar blieb unverletzt. Doch als er ausstieg, um sich um die Verletzten zu kümmern, warf ihm ein zweiter Attentäter eine weitere Bombe vor die Füße. Alexander II. starb wenige Stunden später im Winterpalast.
Sein Sohn Alexander III. beschloss, genau am Ort des Attentats eine Gedenkkirche zu errichten, und lehnte die klassischen Entwürfe ab. Er forderte etwas, das den Stil der russischen Kirchen des 17. Jahrhunderts wiederbeleben sollte. Daher der Name: „der Erlöser auf dem (vergossenen) Blut“.
Der Architekt Alfred Parland brauchte 24 Jahre, um sie fertigzustellen (1883–1907). Der Vergleich mit Moskau passt perfekt: Hier, wo fast alles europäisch inspiriert ist, ist die Spas na Krowi eine Hommage an das ältere, ursprüngliche Russland.
Was du außen sehen solltest
Bevor du hineingehst, nimm dir zehn Minuten, um die Kirche zu umrunden. Die Fassade ist genauso sehenswert wie das Innere. Achte auf folgendes:
Die fünf bunten Kuppeln
Die Kuppeln bestehen aus Kupfer, überzogen mit buntem Glasemail – eine Goldschmiedetechnik, die hier auf monumentale Größe übertragen wurde. Mehr als 1.000 m² emaillierte Kuppelfläche, in Handarbeit. Jede Kuppel hat ein eigenes Muster: wenn du genau hinsiehst, gibt es keine zwei gleichen.
Die zentrale Kuppel ist 81 Meter hoch. Und hier beginnt der erste der vielen zahlenmäßigen Hinweise des Bauwerks: Alexander II. starb 1881.
Die 134 Wappen am Glockenturm
Der Glockenturm, niedriger und zum Kanal hin gerichtet, wurde genau über dem Ort des Attentats errichtet. An seiner Außenseite siehst du 134 Wappen in Mosaikform: sie entsprechen den Provinzen, Regionen und Städten des Russischen Reiches, die Spenden zum Bau der Kirche schickten. Es war ein Denkmal, finanziert „von ganz Russland“.
Die 20 Tafeln mit Alexanders II. Reformen
Rund um den Sockel des Gebäudes findest du 20 Tafeln aus rotem Granit mit goldenen Buchstaben. Jede fasst eine der großen Reformen oder Ereignisse aus der Regierungszeit des Zaren zusammen: die Abschaffung der Leibeigenschaft (die 1861 20 Millionen Bauern befreite), die Justizreform, das Ende des Krimkriegs, die Annexion Zentralasiens und vieles mehr. Sie sind in dekorativem altem Kyrillisch geschrieben, aber die Daten und Namen lassen sich problemlos lesen.
Die Außenmosaiken
Die vier Giebel tragen große Mosaiken. Das vom Newski aus am besten sichtbare ist „Christus in Herrlichkeit“ (Südfassade). An der Westfassade befindet sich ein Kruzifix, das von Parland selbst entworfen wurde, und die Nordfassade zeigt die „Auferstehung“ des Malers Michail Nesterow. Sie sind nicht im Inneren: sie liegen im Freien, dem Klima von Sankt Petersburg ausgesetzt, und halten seit über einem Jahrhundert stoisch durch.
Was du im Inneren sehen solltest
Hier verschlägt es dir die Sprache. Das Innere ist ein Mosaikmuseum: über 7.000 m² bedeckte Fläche, geschaffen von mehr als 30 Künstlern über Jahre hinweg. Keine Malerei, keine Fresken, keine Holzikonen: fast alles, was du siehst, ist Mosaik. Der Grund ist praktisch: mit dem feuchten Klima von Sankt Petersburg wären Fresken in wenigen Jahren ruiniert gewesen. Mosaiken dagegen sind intakt geblieben.
Der Christus Pantokrator in der Kuppel
Hebe gleich beim Hereingehen den Blick. Im Scheitel der Zentralkuppel siehst du ein monumentales Bild von Christus Pantokrator (Christus „der Allherrscher“), gekleidet in Blau und Rot. Es ist das ikonische Bild der Kirche und das erste, das in jedem Foto auftaucht. Wenn du ein kleines Fernglas dabei hast, ist jetzt der Moment, es zu benutzen: die Details sind unglaublich fein.
Das Ziborium über dem Ort des Attentats
Auf der Westseite, dem Altar gegenüber, befindet sich ein Ziborium aus dunklem Jaspis, gekrönt von einem Kreuz. Darunter sind die Originalpflastersteine der Uferpromenade und ein Stück des Geländers erhalten, auf die das Blut des Zaren fiel. Das ist der Grund für die ganze Kirche: sie ist buchstäblich um diesen Punkt herum gebaut. In der Sowjetzeit wurde ein Großteil der Originalausstattung zerstört; was du heute siehst, ist eine Rekonstruktion, aber die Pflastersteine sind die echten.
Die Ikonostase und die Silbertüren
Die Ikonostase (die Wand, die das Kirchenschiff vom Altar trennt) ist niedrig, sodass du die gesamte Apsis sehen kannst. Die königlichen Türen sind aus ziseliertem Silber mit Emaille. Anders als in den meisten orthodoxen Kirchen thront hier über dem Altar nicht die Gottesmutter, sondern Christus: die Spas na Krowi ist „christozentrisch“ angelegt, um die Parallele zwischen dem Opfer Christi und dem des zaristischen Märtyrers zu unterstreichen.
Der Boden aus italienischem Marmor
Vergiss auch nicht, nach unten zu schauen. Der Boden besteht aus über 600 m² farbigem italienischem Marmor, mit 45 verschiedenen Mustern, keines davon wiederholt. In den am stärksten begangenen Bereichen ist er meist mit Teppichen abgedeckt, um ihn zu schützen, aber an den Seiten und unter dem Ziborium kannst du ihn gut sehen.
Fünf Kuriositäten, die dir kaum jemand erzählt
Über die Schönheit hinaus sammelt die Spas na Krowi Geschichten, die aus einem Roman stammen könnten. Das sind meine Favoriten:
1. Die Zahlenkoinzidenzen
Die Zentralkuppel ist 81 Meter hoch: Alexander II. wurde 1881 ermordet. Der Glockenturm ist 62 Meter hoch: der Zar war 62 Jahre alt, als er starb. Zufall, versteckte Botschaft des Architekten oder nachträglich gestrickte Legende – manche nehmen es sehr ernst.
2. Die Kreuze, die im Kanal versteckt wurden
Nach der Revolution erwogen die Sowjets, die Kirche abzureißen, und ordneten zunächst an, die Kreuze von den Kuppeln zu nehmen. Der Legende nach versteckten die Anwohner sie auf dem Grund des Gribojedow-Kanals, damit sie nicht eingeschmolzen würden. Jahrzehnte später, mitten in der Restaurierung, zeigte ein Passant die genaue Stelle. Taucher bargen sie, hoben sie nach oben – und das sind die Kreuze, die du heute oben siehst.
3. „Spas na Kartoschke“ (der Erlöser auf den Kartoffeln)
Während der Leningrader Blockade (so hieß die Stadt damals) wurde die Kirche als Leichenhalle für die Toten durch Hunger und Bombardierung genutzt. Später wurde sie zum Lager für Kartoffeln und anderes Gemüse, das über den Ladogasee auf dem „Weg des Lebens“ in die Stadt kam. Mit ihrem typisch russischen Humor tauften die Leningrader die Kirche „Spas na Kartoschke“: „der Erlöser auf den Kartoffeln“.
4. Die deutsche Granate, die nicht explodierte
1961 fand man bei einer Dachinspektion eine in der Zentralkuppel steckende, nicht explodierte deutsche Granate mit 240 mm Kaliber und etwa 150 kg Gewicht, die dort seit der Blockade lag. Ein sechsköpfiges Team (ein Sprengstoffspezialist, ein ehemaliger Pionier und mehrere Bergsteiger) ließ sie Zentimeter für Zentimeter hinunter und brachte sie außerhalb der Stadt kontrolliert zur Explosion. Wäre sie an Ort und Stelle explodiert, gäbe es die Kirche heute wohl nicht mehr.
5. Die Kirche, die das Ende der UdSSR vorhersagte
Die sowjetische Restaurierung begann 1972 und dauerte fast 27 Jahre. Die Kirche war so lange mit Gerüsten verhängt, dass in Sankt Petersburg ein Witz kursierte: „An dem Tag, an dem die Gerüste von der Spas na Krowi verschwinden, wird die Sowjetunion zu Ende sein“. Die Gerüste wurden im August 1991 abgebaut. Wenige Tage später kam der Putschversuch und innerhalb weniger Monate hörte die UdSSR auf zu existieren. Die Koinzidenz nährt seit 30 Jahren urbane Legenden.
Aktuelle Öffnungszeiten und Preise
Öffnungszeiten
- Reguläre Öffnungszeiten: 10:00–18:00 Uhr (die Kassen schließen um 17:30).
- Schließtag: Mittwoch. Und der 1. Januar.
- Abendprogramm (1. Mai–30. September): 18:00–21:30 Uhr, ohne Führungen. Das ist die beste Option, wenn du die Stadt während der Weißen Nächte besuchst: bei dem späten Tageslicht ist die Außenansicht atemberaubend.
- An Schul- und nationalen Feiertagen (außer am 1. Januar) öffnet die Kirche meist auch mittwochs. Die offiziellen Öffnungszeiten findest du jederzeit auf cathedral.ru.
Preise (Rubel, 2026)
- Normales Ticket: 550 ₽ (etwa 6 €).
- Jugendliche (7–18 Jahre): 300 ₽.
- Kinder unter 7 Jahren: kostenlos.
- Studierende mit ISIC-Ausweis: 330 ₽.
- Abendticket (Mai–September): 700 ₽.
- Audioguide: 300 ₽ (verfügbar auf Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Finnisch, Chinesisch, Koreanisch, Japanisch und Türkisch).
- Führung in einer Fremdsprache (Gruppen von 1 bis 15 Personen): 5.000 ₽ pro Gruppe (mit vorheriger telefonischer Reservierung).
Die vollständige Preisliste findest du auf cathedral.ru. Es gibt keinen separaten Tarif für Ausländer: du zahlst denselben Preis wie ein Russe.
Wie du dein Ticket kaufst (meine Erfahrung)
Bei meinen Besuchen der Spas na Krowi haben die Kassen einwandfrei funktioniert und es gab kaum Schlangen. Die Kirche hat eine Kapazität von 1.600 Personen, der Engpass ist also nie das Fassungsvermögen, sondern punktuelle Reisegruppen. Meine Empfehlung, vor allem wenn du nicht in der Hochsaison reist:
- Geh direkt zu den Kassen. Sie befinden sich in einem Nebengebäude gegenüber dem Haupteingang. Falls es eine Schlange gibt, geht es meist schnell.
- Nimm Rubel in bar oder eine MIR-Karte mit. Visa und Mastercard außerhalb Russlands funktionieren seit 2022 nicht mehr. Wenn du mehrere Tage bleibst, empfehle ich, gleich nach der Ankunft eine MIR-Karte von T-Bank zu eröffnen: damit zahlst du alles, auch die Spas na Krowi.
- Alternativ kannst du das Ticket auf der offiziellen Website (isaak.ticketnet.ru) kaufen. Tickets werden 30 Tage im Voraus zum Verkauf freigegeben. Die Seite ist auf Englisch verfügbar. Der Haken: auch die Zahlung erfordert eine russische Karte (MIR). Wenn du eine hast, kannst du online zahlen; wenn nicht, ist die Kasse die beste Option.
- Ermäßigte und kostenlose Tickets (Kinder unter 7 Jahren) werden nur an der Kasse ausgegeben, gegen Vorlage eines Dokuments, das das Alter belegt.
Wann hingehen, um Menschenmassen zu vermeiden
- Beste Uhrzeit: direkt zur Öffnung (10:00) oder ab 16:00 Uhr. Der Ansturm der Reisegruppen konzentriert sich zwischen 11:30 und 14:30.
- Beste Jahreszeit: wenn du wählen kannst, sind Oktober, November, März und April perfekt. Die Kirche ist nahezu leer und die Mosaiken kommen ohne die Köpfe der Gruppen davor viel besser zur Geltung.
- Was ich vermeiden würde: Wochenenden im Juni, Juli und August zwischen 12:00 und 14:00 Uhr. Dann setzen alle Ostsee-Kreuzfahrtschiffe ihre Passagiere im Zentrum ab.
- Abendprogramm: von Mai bis September bis 21:30 Uhr geöffnet. Keine Führungen und das späte Licht ist herrlich. Wenn du während der Weißen Nächte kommst, lohnt es sich wirklich.
Wie du hinkommst
Adresse: набережная канала Грибоедова, 2Б, лит. А (Nabereschnaja kanala Gribojedowa, 2Б).
- Mit der Metro: am bequemsten ist es, an Newski Prospekt (Невский проспект, blaue Linie 2) auszusteigen und den Ausgang Nr. 2 zu nehmen; oder an Gostiny Dwor (Гостиный двор, grüne Linie 3), Ausgang Nr. 3. Beide Stationen liegen am selben Umsteigeknoten, etwa 500 Meter von der Kirche entfernt. Du kommst auf den Newski heraus, biegst zum Kanal ab und siehst die Kirche am Ende. Mehr Infos im Guide zum öffentlichen Nahverkehr in Sankt Petersburg.
- Zu Fuß: von jedem Punkt im Zentrum aus liegt sie nah. Vom Schlossplatz (neben der Eremitage) sind es 10 Minuten zu Fuß. Vom Isaaksplatz etwa 15.
- Mit Bus/Obus: in der Nähe halten die Busse 3, 7, 22 und 27 sowie die Obusse 1, 5, 7, 10, 11 und 22.
- Mit dem Taxi: nutze Yandex Go. Vom Flughafen Pulkowo sind es je nach Verkehr 30–40 Minuten.
Gottesdienste und religiöses Leben
Die Kirche ist zugleich Museum und aktiver Gottesdienstort. Nach Jahrzehnten sowjetischer Schließung wurde sie 1997 neu geweiht, und seither werden hier regelmäßig Liturgien gefeiert. Wenn du an einem Gottesdienst teilnehmen oder das Gebäude einfach in seiner ursprünglichen Funktion sehen möchtest:
- Liturgie (Göttliche Liturgie): sonntags und an religiösen Festtagen, in der Regel um 07:30 Uhr.
- Vesper: samstags und an Festvorabenden, in der Regel um 18:00 Uhr.
- Offizieller liturgischer Kalender: spas.spb.ru/schedule (die Pfarrei, nicht das Museum).
- Telegram-Kanal mit Ankündigungen: t.me/spasnakrove. Dort werden Fotos der Gottesdienste, Festtagserinnerungen und besondere Anlässe veröffentlicht.
Während der Gottesdienste ist ein Teil der Kirche den Gläubigen vorbehalten, Touristen können das Gebäude aber weiterhin besichtigen, wenn sie die liturgischen Zeiten respektieren. Wenn du nur zur Messe kommst, brauchst du kein Museumsticket.
Praktische Tipps für deinen Besuch
- Kleidung: der Touristeneingang ist zwar nicht streng, aber denk daran, dass es trotzdem ein orthodoxer Tempel ist. Besser mit bedeckten Schultern und keine zu kurzen Hosen. Frauen wird empfohlen, während einer Messe ein Kopftuch zu tragen (außerhalb der Gottesdienste nicht verpflichtend).
- Fotos: ohne Blitz erlaubt. Während der Gottesdienste ist Fotografieren nicht gestattet.
- Benötigte Zeit: 45 Minuten in Eile; 60–90 Minuten, wenn du die Mosaiken in Ruhe betrachten willst. Ein Audioguide kommt mit 15–20 Minuten dazu.
- Kinder: bis 7 Jahre freier Eintritt, und es gibt einen Kinder-Audioguide (300 ₽). Das Innere beeindruckt sie, aber nach 30 Minuten verlieren die meisten das Interesse. Plane keinen langen Besuch ein, wenn du mit Kleinen unterwegs bist.
- Barrierefreiheit: das Museum bietet angepasste Programme für Menschen mit Behinderung an, allerdings hat der Innenzugang einige Stufen.
Was du in der Umgebung sehen und unternehmen kannst
Die Kirche liegt im historischen Herzen von Sankt Petersburg. Wenn du einen halben Tag in der Gegend hast, kannst du mehrere Besichtigungen zu Fuß aneinanderreihen:
- Russisches Staatsmuseum: buchstäblich nebenan, im Michailowski-Palast. Es ist die Sammlung russischer Kunst (Repin, Aiwasowski, Kandinsky).
- Newski-Prospekt: 100 Meter entfernt. Die große Straße von Sankt Petersburg.
- Eremitage und Schlossplatz: 10 Minuten zu Fuß über den Newski oder den Kanal.
- Isaakskathedrale: vom selben Museum wie die Spas na Krowi verwaltet. Die Kuppel der Isaakskathedrale bietet zudem eine Aussichtsterrasse über die Stadt.
- Haus des Buches (Dom Knigi) und Kasaner Kathedrale: direkt gegenüber, auf der anderen Seite des Newski.
Falls du deine Reise noch planst, findest du in diesem Blog ausführliche Guides zu was man in Sankt Petersburg je nach Aufenthaltsdauer sehen und unternehmen kann und wo man in Sankt Petersburg übernachten sollte.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel kostet das Ticket für die Erlöserkirche auf dem Blut 2026?
Das normale Ticket kostet 550 Rubel (etwa 6 €). Jugendliche von 7 bis 18 Jahren zahlen 300 ₽, Kinder unter 7 Jahren haben freien Eintritt und Studierende mit ISIC-Ausweis zahlen 330 ₽. Das Abendticket (Mai–September) kostet 700 ₽ und der Audioguide 300 ₽.
Muss man die Tickets online reservieren oder kann man sie an der Kasse kaufen?
Die Kassen funktionieren einwandfrei, und außerhalb der Hochsaison gibt es so gut wie nie eine Schlange. Wenn du an einem Juli- oder August-Wochenende kommst, kann sich der Vorab-Kauf auf isaak.ticketnet.ru lohnen, aber die Online-Zahlung verlangt eine russische MIR-Karte. In der Praxis ist es für die meisten ausländischen Reisenden am einfachsten, direkt zur Kasse zu gehen, mit Rubel in bar oder einer bei der Einreise in Russland eröffneten MIR-Karte.
Wie viel Zeit braucht man, um die Kirche zu sehen?
Zwischen 45 Minuten und einer Stunde, wenn du sie in Ruhe durchgehst. Mit Audioguide rechne mit 15–20 Minuten mehr. Die Kirche ist nicht riesig, aber der Detailreichtum der Mosaiken verleitet dazu, länger zu bleiben als geplant.
Ist die Kirche für den Gottesdienst geöffnet oder nur ein Museum?
Sie funktioniert als beides: tagsüber als Museum (mit kostenpflichtigem Eintritt) und außerhalb der Museumszeiten finden hier regelmäßige Liturgien statt. Sonntags gibt es die Göttliche Liturgie (in der Regel um 07:30) und samstags die Vesper (18:00). Den vollständigen Kalender findest du auf spas.spb.ru/schedule. Für die Teilnahme an der Messe brauchst du kein Ticket.
Wie kommt man mit der Metro zur Erlöserkirche auf dem Blut?
Die nächstgelegenen Stationen sind Newski Prospekt (blaue Linie 2) und Gostiny Dwor (grüne Linie 3), die denselben Umsteigeknoten bilden. Von Newski Prospekt aus nimmst du Ausgang Nr. 2; von Gostiny Dwor aus Nr. 3. Du kommst auf den Newski-Prospekt heraus, biegst zum Gribojedow-Kanal ab und die Kirche liegt etwa 500 Meter entfernt – mit diesen Kuppeln unmöglich zu übersehen.
Warum heißt sie Erlöserkirche auf dem Blut?
Weil sie genau an dem Ort errichtet wurde, an dem Zar Alexander II. 1881 bei einem Bombenattentat tödlich verletzt wurde, während er in seiner Kutsche entlang der Uferpromenade des Gribojedow-Kanals fuhr. Der offizielle Name ist Christi-Auferstehungs-Kirche, aber sie ist allen unter ihrem volkstümlichen Namen bekannt: der „Erlöser“ steht für Christus und „auf dem Blut“ verweist auf den Ort des Mordes.






